Beiträge von Maltrey

Kann nicht ohne Stift und Papier und Metazeugs. Kann nicht kochen, kann nicht managen, kann nicht mit Geld umgehen, kann nicht organisieren, nicht basteln, spielt kein Instrument, hat keine Katze und kann auch nicht ernsthaft über die sich ihr darstellende Welt diskutieren/nachdenken/reflektieren. Dafür relativ häufig aushäusig, "in Versenkung" aufzufinden. Völlig lebensunfähig, aber glücklich.

Hommage an den alten Hut

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Once upon a time you dressed so fine you threw the bums a dime in your prime, didn’t you? People’d call beware doll –

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You’ve gone to the finest school all right, Miss Lonely But you know you only used to get juiced in it (…) You said you never compromise With the mystery tramp But now you realize –

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You never turned around to see the frowns on the jugglers and the clowns When they all come down and did tricks for you You never understood that it aint’t no good You sholdn’t let other people get your kicks for you.

Cinderella, she seems so easy

„It takes one to know one,“ she smiles

And puts her hands in her back pockets

Bette Davis style

And in comes Romeo, he’s moaning

„You Belong to Me I Believe“

And someone says, „You are in the wrong place my friend

You better leave“

And the only sound that’s left

Is Cinderella stepping on

Desolation Row

Backgeheimnisse

Jpeg

Glückliche Eier, glücklicher Kuchen.

Vorsicht, Sackgasse.

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Wer den Pfeilen folgt, ist doof. Mischtechnik auf Papier. ©MaltreyInk

Echo der Erinnerung

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Echo der Aeronauten, Aquarell, Fundstück #3, 2016.

 

Ich erinnere mich an dich.

Aber

Der Sommer geht vorbei

und alles was bleibt

ist ein Hauch von Kälte.

 

 

Ballade vom unbedachten Wünschen

 

Gestern ging ich aus dem Haus, ging einmal ganz aus mir heraus.

Wollte brechen, wollte schreien, wollte keine Dinge teilen, wollte einmal ganz allein

nur mit mir und mit der Welt sein.

Ich ging nach oben, trank ’nen Tee, ich wünschte mir ’ne gute Fee.

Ich wünschte mir einen stillen Ort

und musste, kaum hatte ich das stumm gesagt,

auch schon ganz schnell auf den Abort.

Vermutlich war der Tee der Grund,

aber genau weiß das keiner.

 

Dort

angekommen und erleichtert

sah ich sogleich

nicht eben erheitert

die ganze Misere der Örtlichkeit.

„Oh Schreck, oh Graus – bloß schnell hier raus!“ versuchte ich mir selbst zu sagen,

allerdings, das war fatal – hörte mich dort niemand schreien.

Die Tür war zu, verriegelt, verschlossen

eine Flucht somit ganz ausgeschlossen.

Vermutlich mein Schicksal

eine Hure ist.

 

Ich stehe also an dem Ort

der so still,

dass ich verzweifeln will

und will eigentlich nur noch

fort.

Ich sehe mich um, hoffend auf Verbesserung

ich dreh mich im Kreis, blicke nach oben und unten

kein Fenster, kein Schlüssel

mir wird schon ganz heiß

und erkenne sofort den Ernst meiner Lage:

Es ist kein Spa, es ist kein Schloß,

Ich befinde mich im Bakterien-Mutterschoß.

 

Überall Kacheln in allen Tönen: erdbraun, pissgelb und camouflage

Schon beginne ich zu schwitzen, hier kann ich unmöglich sitzen,

geschweige denn

einen Atemzug tun. Denn

möglicherweise gelangt mit der Luft

ein tödliches Bakterium

geradewegs in mich hinein.

Um Gottes Willen – schon bricht es heraus!

Ein Würgreflex bezeugt den eigenen Schauder.

Nothelferlich schmiegt sich mein Schal über meine

ätherischen Organe.

 

Verdammter Graus,

wie kann das sein? Es muss doch hier irgendwo ein Ausgang sein!?

Schon schwinden mir die Sinne,

ich sehe mich selbst,

von Moder befallen auf die Fließen sinken.

Da leuchtet, zwischen Braun und Grün

eingeklemmt im patinierten Siffon

Meine Rettung aus gelbem Polyelastom

und dazu, beinahe eine Engelskatharsis

ein Mittel gegen Schmutz und Stinken,

gleich einer Verheißung auf Seifenbasis.

Gott sei dank, ich hörte schon die Engelein singen.

 

Eine Stunde kämpfte ich tapfer,

dann war der Gegner besiegt.

Als ich mich aufrichtete, saß ich

in einem Traum aus weißem Mosaik.

Paradiesische Sonne, wie lacht sie mir heiter!?

Wie im Himmel kam ich mir vor,

ich saß auf dem Boden,

alles glänzte wie Kristall,

plötzlich erschien mir der Raum

gar wie ein Weltenall –

und es war still,

kein Laut drang an mein Ohr.

Endlich allein! summte der Chor.

Ich seufzte und blickte in meine Hand.

Von dort erstrahlte – welch eine Wonne –

Die gelbe Polymersonne mein neues Traumland.

 

So kam denn alles wie gewünscht,

und doch auch wieder anders.

Bedenke, es kann immer sein,

deine Fee hat es gerne besonders rein

und bezieht ihre eigene Wahrnehmung

ganz unschuldig mit ein

in das was sie dir tut

– sei dir gewiss – sie meint es immr nur gut.

Du aber, du solltest das achten,

was du erkannt.

Daher, das nächste Mal, beim stillen Tee

sei mein Wunsch

nicht eine Fee

Sondern vielleicht einfach der Strand.

 

TATAA-TATAA-TATAA!!! (Tusch)

 

Jpeg

die putzfee ©MaltreyInk