Love your Apathy

In dieser Minute liege ich tiefer.

Ich hänge schwach an einfachen Konzepten.

Erklärtem Hedonismus,

Draussen und drinnen alles Schwarzweiß.

Ich kann nicht mehr sehen, als das.

Keine Schatten,

Keine Abstufung.

Keine Illusion von einer Zwischenwelt,

in der jemand wohnen könnte.

Erklärte Eiseskälte.

Mein Lebensmut liebt,

mein Herz friert.

 

Fundstücke #1

Ich miste aus. In meinem Arbeitsraum türmten sich in letzter Zeit Kartons und Mappen mit Inhalten, die ich schon jahrelang nicht mehr angesehen habe. Da kommt Einiges zu Tage, das zwar weg darf, aber nicht ohne einen letzten Gruß verschwinden soll. Daher darf jedes Fundstück noch einmal auftreten und dann verschwinden. 15 Minuten Ruhm für jedes Einzelne von ihnen. Oder Dschungelcamp für Pinselspuren.

Ich habe mich auch exakt zwei Minuten lang gefragt, ob ich das irgendwie ordnen soll…aber ich bin gegen jede Form von Dogmatismus. Also entscheide ich – weil ich das hier ja kann – nach Lust und Laune.

Dazu gibt es einen an dieser Stelle ironischen Kommentar von Oscar Isaac!

(AugenzwinkerAugenzwinkerpenetrantzwinker)

 

Über Kommentare freue ich mich natürlich sehr!

Freut euch des Tages! 🙂

 

 

 

 

Feuervogel

Du wärst Hedonist, sagst du und legst noch mal nach. Alles nach Lustprinzip. Ich und du, die irgendein ironisches Schicksal in diesem Raum zusammengetrieben hat. Ich, die kleine, naive Unschuld vom Lande und du, der Weltgewandte. Ich kenne jeden deiner Gedanken. Sie sind allesamt Jahrtausende alt. Leg nochmal nach, vielleicht ist es dann heiß genug. Natürlich bist du nicht anders. Du bist auch nur wieder eine Kopie. Genau so wie dein Flur und deine Wand und meine Hand vor meinen Augen nur eine Scheibe sein kann von einer Ringwurst, die Realität heisst. Der kleine Ofen faucht. Ich hoffe, er explodiert und reisst dein kleines Zimmer voller Bärenfell mit uns in die nächste Ewigkeit. Es gab nur diesen Weg. Und jetzt meinst du, du hättest mich gefangen und breitest väterlich dein ganzes Wissen aus. Ich kenne es schon. Du meinst es gut, aber du weckst es auf. Deine Routine ist eine Wolfsmaske. Du warst einmal zu oft Holz holen. Und du hast eine nur leise Ahnung, die dich still reizt, wie Spuren von Raubtieren im Schnee, denen man folgen muss, ohne zu wissen, worauf man sich einlässt. Hast du eben wirklich nach meinem Glauben gefragt? Epische Unschuld. Weißt du eigentlich, wie weit du reist?  Du wärst wohl Buddhist, meinst du. Das kommt wenig überraschend. Ich glaube an die Freiheit, Unabhängigkeit sei mein Gott. Du lachst gehemmt. Aber welche fucking Rolle spielt das, Hedonist? Deine Lust braucht ein Objekt.  Ohne mich kommst du nirgendwo hin. Und mit mir … – stell die Frage nach der Religion einfach noch einmal. Der Ofen glüht, die Flammen zittern. Wir, wir beide zusammen, wir nähern uns dem Abgrund mit Riesenschritten. Und du krallst dich an der Kante fest, während ich mich auf den Sprung vorbereite. Ich kann nichts glauben. Nicht deine Ideen, nicht deinen Gott, nicht dein Zimmer, deine Wohnung, nicht mein Bild an deiner Wand, nicht meine Existenz auf deiner Couch und nicht mehr meine Moral. Die Baumrinde explodiert krachend und die Funken bleiben einen Moment in der Luft stehen, wie eine Galaxie. Du wirst oben liegen und dich überlegen fühlen. Ich liege unten und fühle nichts. Aber ich bin nicht Gretchen und die Welt ist kein Wunschkonzert. Zieh mein Shirt aus, Hedonist. Vielleicht bekommst du ein neues Leben. Vielleicht schenkst du mir Lust, Hedonist. Und vielleicht explodiert der kleine Ofen ja genau im richtigen Moment und schleudert uns ins Universum. Es macht Sinn, an die beste aller möglichen Welten zu glauben. Du Phoenix, ich Ikarus.

BLOCKSTOCKERL

Der gar nicht dilletantische Dilletant hat mir vom großstädtisch vibrierenden Berlin ein Premierenstockerl ins rebellische Bayern Franken gesandt. Herrlich!! Ick freu mir!

Hier kommen elf Fragen und voraussichtlich auch elf Antworten:

1.Eine Abenteuerreise wartet auf Sie. Was wäre für Sie das absolute Abenteuer?

Zunächst einmal: Juhuu! Abenteuer ist immer gut. Ich würde entweder den Klassiker (also mit schwerem motorisiertem oder vierbeinigem Gerät/Gehilfen durch die Wüste Gobi und über die mongolischen Hochebenen in weitem Bogen bis nach Tibet/Nordindien) oder dann doch etwas phantasievoller mittels Schrumpfungsmechanismus, Warp-Antrieb und Dimensionenwechsel einmal ganz figurativ ins Unterbewusstsein (am besten ins Kollektive) abtauchen. Beides wäre der Hammer.

2. Sie dürften bestimmen, wer eine Spende von 10000 € bekommt. Wer wäre das und warum?

10.000 Euro sind ja jede Menge Geld. Ich glaube, ich würde damit eine Art Liebes-Stiftung gründen, die vor allem Kindern ganz viele schöne Dinge beschert. (Luftballontrauben, Bällchenbadzimmer, Riesentorten, einen eigenen Clown, jeden Tag Eis und tolle Omas….so etwas in der Art!)…weil wir mehr Liebe brauchen.

3.Für einen Tag dürften Sie in die Haut eines anderen Menschen schlüpfen. Von wem wüssten sie gerne, wie sich sein Leben anfühlt?

Bob Dylan. Immer noch. Am besten 1964/65, als er seine „Highway 61 Revisited“ gemacht hat (noch besser: Gleich 1961, „at the crossroads“, wie er das so schön nennt). Alternativ Friedrich Nietzsche, das war bestimmt auch lustig.

4.Und welches Tier wären Sie gerne, wenn das möglich wäre?

Oho, Volltreffer. Ein Wolpertinger. Mix aus Eichhörnchen, Fuchs, Reh und Rabe. (Bild folgt). 🙂

5. Hat schon mal ein Traum Ihr Leben beeinflusst?

Klar, jeden Tag.

6. Lieblingsbücher liest man gerne mehrfach. Welches haben Sie am häufigsten gelesen?

Schwierig. Vermutlich Faust. Oder aber Zauberberg. Oder Zarathustra. Letzteres vermutlich am intensivsten.

7. Wenn Sie in ein anderes Land fliehen müssten, dessen Sprache sie nicht sprächen und wo Ihre Berufsausbildung nicht anerkannt würde, mit welchen Fähigkeiten könnten Sie sich den Lebensunterhalt verdienen?

Weinen und Schreiben, in Hieroglyphen. Oder Babysitten.

8.Verraten Sie uns ihr Lieblingskuchenrezept?

Backe, backe Kuchen – Wirklich das ganze Rezept? Ich stehe ja auf Käsekuchen à la Russisch Zupf mit einem Hauch von (echtem) Zitronenaroma. Die echte Zitrone ist das Geheimnis.

9.Unter Ihrem Balkon soll jemand ein Ständchen singen. Sie dürfen sich Sänger und Lied wünschen. Also, wen und was wünschen Sie sich?

Walter von der Vogelweide.

10. Auf welche fünf Lebensmittel können Sie nicht verzichten?

Grüner Tee, Camembert, gutes Brot, frisches Obst und frisches Gemüse.

11. Die Elf ist die Zahl des Narren. Wenn Sie sich denn verkleiden würden, als was würden Sie zum Karneval gehen?

Ich hasse Fasching, aber wenn denn schon sein muss….Ein uralter (ungelebter) Traum: Einmal ein so richtig unförmiges riiiiesiges Kohlkopfkostüm, extrem rund, extrem breit und dann noch eine handvoll Freunde, die den Rest vom Gemüsebeet machen….und dann schön Pogo!! 😀

 

So, jetzt reiche ich das Stöckchen mal weiter an:

 

 

 

 

 

 

 

Facettenreich

Diamond

Polygon, 2016.

Hyppy New

SilvesterNeujahr

Vorsätze wie Leuchtraketen